2009
10.14

Frozen – Etwas hat überlebt

FrozenGemeinsam mit Studenten reist Evelyn zur Feldforschung in die nordkanadische Wildnis. Evelyn besuchen ihren Vater, der in seiner Eigenschaft als Biologe soeben ein tiefgefrorenes Mammut gefunden hat. Evelyns Vater seinerseits hat mit allen Mitteln versucht, den Besuch seiner Tochter zu verhindern. Schließlich sind er und seine Kollegen im Mammutkadaver auf einen urlten fleischfressenden Parasiten gestoßen, der mit der Menschheit mal eben kurzen Prozess machen könnte.

Meine Sichtweise auf den Film “Frozen”

Das Positive vorweg: In diesen Film wird der Zuschauer auf die Probleme unserer Natur aufmerksam gemacht. Thematisch liegt dieser Streifen somit voll im Trend der heutigen Zeit. Wenn Mann bedenkt – Frau sowieso – dass die Eisgletscher immer mehr abschmelzen, sollte uns “Frozen” schon zum nachdenken anregen. Sollte muss er aber nicht, denn es ist nur ein gewöhnlicher Spielfilm. Der Film greift ein wichtiges Thema auf, “unsere Erderwärmung”.

Doch alle Freunde des Grusel- und Mysterygenre kommen in diesem Film zu kurz! Da “Frozen” unter dem Genre Horror und Sci-Fi steht, sollte das Thema hier nicht ganz so eine übergeordnete Rolle spielen. Gleich zu Beginn in den ersten Minuten gelingt es dem Streifen einen hohen Spannungs- und Erwartungsbogen aufzubauen, den der Film im weiteren Verlauf allerdings leider nicht halten kann. Der Ressigeur versucht zwar mit einigen Spannungspunkten den Zuschauer im Sessel zu fesseln, doch gelingt ihm dies nicht wirklich. Ab Mitte des Filmes flacht der Spannungsbogen enorm ab, man kennt die Gefahr und der Zuschauer ahnt schon wie dieser Film enden könnte.

Die schauspielerische Leistung, naja was soll ich sagen. Eigentlich ist hier Val Kilmer völlig fehl am Platz, sein Name ist einfach zu groß für diesen Film, diese Rolle hätte auch ein nicht so bekannter Schauspieler bekommen können. Ich denke der Ressigeur brauchte einen großen Namen, um den Film unters Volk zu bekommen. Vielleicht hat Val Kilmer persönlich auch durchaus Gefallen am Entwurf des Drehbuchsentwurfs und der Idee in einem Öko-Thriller teilzuhaben gefunden, doch das ist Spekulation. Die Grundidee des Films ist wirklich gut und es hätte nicht viel gefehlt um daraus eine Geschichte zu entwicklen die den Zuschauern für eine lange Zeit nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Zum Nachteil gerät dem Film auch, dass die Charaktere der Studenten nicht sonderlich ausgereift sind und deren Dialoge teilweise sehr überflüssig wirken. An vielen Stellen wirkt das Verhalten der Studenten sogar kindisch, jedenfalls keinesfalls spannungsfördernd.

Fazit: Thematisch kann sich der Zuschauer seine Gedanken machen, aber Gruselfreunde kommen nicht ganz auf ihren Geschmack. Für den einmaligen allabendlichen Fernsehgenuss taugt der Film, zuletzt muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.



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